Eine Reise auf ihre

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  Familie Heofler aus Duisburg waren 10 tage in Schwarzmeer küste. Sie haben sehr schönes Fotos...

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  Alle gaste bei Asil Hodja treffen sich on internet. Sie können auch was schreiben auch ein schönes bild anghangen...

Asil Hodja's gaste treffpunkt

  Frau Doris Renate Dathe hat ein buch geschrieben, über den lands und kultur fahrt mit Asil Hodja.

Freilichtmuseum


Text: Doris Remate Dathe

Fotos: Christian-Magnus und Wolfgang Dathe

Rezept aus 100 000 Jahre Esskultur, Schmidt u.a..

Gemeinschaftproduktion: Archaologisches Freilichtmuseum

Oerlinghausen/Kulturamt der Stadt Hanau 1996,ISBN 3-926011-31-9

 

Zeitsprung

Ephesos,im Oktober 1998

Vom Wind gepeitschte Regenschauer treffen auf unsere Schultern,Rucksacke und Hosenbeine.Dicht gedrangt stehen wir unter einem hölzemen Schutzdach vol' dem verschlossenen Eingang des Hanghauses A in Ephesos.

Asil, unser türkischer Führer,hat sich auf den Weg gemacht, um Schlüssel und Wachter zu holen. Sondergenehmigung,für uns.

Gespachsfetzen unter dem schützenden Dach, alteEindrücke von H.' s früheren Besuchen werden in das Geplatscher des Regens geworfen,ein billchen Wettergenöle rundum,unscharfe Erinnerun-gen .an FuBböden mit geometrischen Mosaiken,braunrote Mauern im Halbdukel bei mir..
Asil kehrt mit dem Wachter zurück. Wir grüBen uns mit einem lecheln. Der Schlüssel dreht sich im SchloB,wir treten aus dem nassen Grau in das braun1iche Licht des Vestibüls.

“Liebe Gaste " ,'seine weiche Stiýnme mit türkisch abgehacktem Akzent
eröffnet,nein,begrüBt uns als Gaste im Hanghaus A aus der Römerzeit.

Mein Blick wird - vom Impluvium gefangen,ich bewege mich nicht , ich lasse me inen Blick wandern,fast quadratisch,umgeben von nur noch vier Saulen,ýaBt esLicht und Luft in das Peristy!.

Einige Schritte auf die hellen Marmorstufen zu - wir nehmen Platz und Asils erkUirende Stimme verflüchtigt sich durch ferne Bilder aus der vergangenen und doch noch erfahrbaren Zeit.
Welche Frauen streuten Blumen zum Empfang der Freunde auf die schwarzweiBen Bodenmosaiken?
Welche. nachKra.1lteröl duftende Frauenhand bot das silbgriggrüne Glas .
mit dem frischen Willkommenstrunk? -
Welch hin- und herwogendes Gespriich zwischen .Hausfrau und Hausherrn zur Abklarung der Freskenmotive unter meinem FüBenauf sanftrotem und dunkelgelbem Grund dringt an unsel' Ohr? '

Höre ich?

Eine dunkle Mannerstiýnme bespricht sich mit dem Künstler.Oieser antwoý1et mit seiner Kunst.
Heute sehe ich Wanddekorationen mit abgebIatterten Maandemustem, Rosetten, Blumenomamente.Eine Szene aus dem Alltag zeigt einen Mann in kurzer Tunika,ein Werkzeug in der Hand haltend.Unsere Blieke,die römerzeitliehen und die meinen,treffen sieh auf ihm.

Verbundenheit dureh mehr als abertausende von Tagen und Naehten.

Ein Regensehauer prasselt auf das Daeh des PeristyIs,hart,Stakkato und ieh höre Jahrhunderte von Wassertropfen.

Asils kehlige Stiýnme antwortet etwas Iauter,nm den Regen zu - übertönen.Die Gruppe sÝtzt Iausehend da.

,Wir dringen in das Theaterzimmer ein,heutige Arehaologen sind sensibel mr die _Bestimmung eines Raumes,das Wort I/Theaterzimmer" erkliirt einleuehtend die damalige Nutzýýng-.,-,

Orestes,halb liegend auf der mit hellem S'toff bezogenen Kline sprieht mit der seitlieh von ihm stehenden,in ein sehlichtes Gewand gekleideten SchwesterElektra.Die vor sein Gesiehi' befestigte starreMaske schnürtin den Hinterkopf ein,feuehte Haut hinter der Schauspielemýaske,den Muttemýord noeh vor sieh - gekonnt beschwörender Bliek,gebietende Handbewegung.
Elektra wehrt ab.
Die Hausherrin liebte dieses Theaterstüek?Wurde es auf Amaten des Sehaupielerfreundes gemalt?

Wann lese,höre,sehe kh Orest?Trennt uns die Zeit,die wir so meBbarunmeBbar Ieben und sterben?
Heuteblieke gehen auf Entdeekung.Hier, an -derWand ,eine, Bordüre mit geometrischem Muster,dort eine Gidande,halbnaekte und naekte Mannerund Frauenfiguren.

UnQ_c dort? Zeit,meine Liebe,Zeit.Der mittlere Ten- ,des 'Freskos "Fraumit Diadem" ist verwitter1. Zerfallen.Aufgelöst.AbgebUitter1. V ielleieht abgesehlagen. Von der Zeit entstellt,zerstört,einfaeh versehlungen.Mein Bliek trifft den der Frau.Das Modell des Künstlers.Sie wird bleiben.Dafür sorgen all die kleinen hochentwickelten teehnisehen Gerate fü:!" Raumtempe ratur, Liehteinfall, Luftf euehtigkei 1.

Ein neues Daeh für die aBerbeste Erhaltung des von der Zeit versehonten,aIs Gesehenk für Spatere gelassene.

Ein Wandfeld mit eindmeksvollen Szenen aus alten Mythen und berohmten Stüeken groBer Sehreiber reiht sieh an das andere. Einige aus der Gruppe driingen ihre Nase ganz nalý an die Wand. Um es genau zusehen.Was ist das,genau zu sehen?

Meine sehöne Freundin aus der Römerzeit hat mir derweil dastöpfeme ÖlHimpchen in das ýpjt Wandbildem von Blumen,Bienen und V ögeln versehene Gastzi,:mmer A 5 gestellt,eine elfenbeinerne Schale,gefüllt mit köstlichen, blauen Feigen und zartgrünen Weintrauben s1eht an meinem Lager.Da,s frisehweiBe Tueh wird mieh im SeWaf sanft umhüllerý.eswar wunderschön,dieser Theaterabendmit Freunden......

Ieh bin müde vom Zuhören.
Asils Stimme verweist sanft aber bestimmt auf die besondere Bedeutullg des Tabliniums -im Süden desPeristyls. "Liebe Gaste,das
Mosaikalýnelt einem doppelt gefloehtenen Haarzopf " ,
"Keltisehes Motiv?lImurmeln O.und ieh fragend.Die Wande sind unverputzt.Sie waren wahrseheinlieh mit Stoff verkleidet.Ja,da sehe ich meine Schönemit ihrerFreundin beim Stofflýandler in der Kuretenstrafe.Da.steht sie undUif3t 'Seidiges,Leinemes durch ihre Hande
gleiten,proftJaBt Farben in ihr Inneres ein,lInein,danke.unser FuBboden ist schwarz-weiB,keine grellen Farbenbitte.aberbei' den Motiven,ja,da
-sind auJ3ergewöhnliche -Muster gefragL " .
ýcýý bl-icke die Wand an.doch,stim-IDtdie Wande sind nicht verputzt,es könnte sein,das mit den Stoffen.

ZimmerA7 undABLHin undher.Erdbeben.Im 4.Jahrhundert n.Chr.zugemauert.Abgeschlossen und wiedcr einbezogen.Schmuck der Zimmer mit geometrischen Mosaiken,umrahmt von kleinen Rosetten.Feine Arbeiten.

mwo sind die Werkstatten..fragen Sie -mich?Sie möchten aucn diese Arbeiten in Ihrem Wintergarten haben?"Das Kind,bis jetztin der Gruppe,ganz .stilI.. und verhalten_springtauf die. kleinen" und' gro:f3en '. .Zementfetzchenzw.ýsclýen den -Mosaiksteinchen.Sie darf nicht drauftreten_das hat sie 8chon begriffen.Selbst die GroBen bewegen sich vorsichtig beim Gehen.nein.diesen r6merzeidichen.mühselig restaurierten FuBboden wollen wir nicht zerstören.

Im .ZimmerA8empfangt uns ein fliegeRder_braunýich nackter Efos an der Wand.Das Flüge1chen nur ein Farbwiseh.Meine Schöne stellte eine weiBe alabasteme Bodenvase. gemllt mit weiBem Oleander vor diese W and.glaubeich.lhr zuliebe werde ichmich bei meinem nachsten Besuch
Asil erklart uneýmüdlichja,das ist die Bedienungsabteilung.Luxus gab es nicht umsonst.Reizanlage [Ür Bad und Haus.Allerbeste Spitzente'chnik in Ton, für Wasser und Abwasser.M.fragt nach den Wasserhahnen.Sie waren verstopft mit diesem und jenem.
Eine kleine Küche nimmt uns auf.Nein,allerkleinste Küche,an der linken Seite ein Presko mit einem blauen Fisch,es duftet nach Lorbeer und Rosmarin. Wir werden den Fisch mit frischem Fenchel gamieren_beschlieBt die Köchin. Wo ist der Wein?Der HausIý.err ist ein Kenner,nur die allerbesten Randler beliefem ilin.....
Honig tropft vom elfenbeillemen.. Lö ffe i , wir speisen lange und ausgiebig,das Speisezimmer hat geistreiche Gesprache und fröhliches Lachen,die feierlichen Worte zu Beginnder Mahlzeit,den auf den kostbarenPuBboden verspritzten Wein_den Duft der Krauter aus der Raucherpfanne gespeichert.

Ich werde zu Hause im grauen November ein römisches Gericht kochen und wir werden uns nahe sein.

MENSAE SECUNDAE
Obst oder
Hausgemachte Sü6speise (dulcia domestica)
Entsteine DatteIn und stopfe sie mit Nüssen, Pinienkemen oder gemahIenem Pfeffer. Walzesie ins SaIz, brate sie in aufgekochtem Honig und servjere.

Zwei Dattdarten sind genannt: pa/mulae und dactyli; die ersteren sind kleiner als gewöhnliche Datteln. Das Gericht ist sehr schmackhaft mit Nüssen aBer Art, auch mit Mandeln. Man nimmt flüssigen Honig, den man in der Pfanne zum Kochen bringt. Die Datte1n müssen so heiB wie möglich serviert werden, da die Honigmasse beim Erkalten klebrig wird. fA.-R.]

.Eine andere Sü6speise (dulcia)
- Stampfe Pfeffer, Pinienkerne, Honig, Raute und passum: koche dies in Milch und angerÜhrtem Mehl (tmeta). Wenn die Masse breiig zu werden beginnt, rÜhre einige Ejer darunter und lasse sie wieder aufkochen. ÜbergieGe mit Honig, bestr.:ue mit Pfeffer und serviere. [A.-R.]
Zu dem Menü kann man noch mustea, römische Sü13weinbrötchen, reichen. In "de agricultura" von Cato ist ein Rezept enthalten, das mehrere Backer folgendermaGen umgesetzt haben: 500 g Mehl, 50 g Quark, Tokayer, AnÝskörner, Kümmel, etwas Lorbeer, dazu Hefe. Man kann, wÝe gewohnt einen HefeteÝg (Mehý, Hefe, Tokayer, gehen lassen, dannGewürze) ansetzen, kleine Küchlein formen und diese auf Lorbeerblattern backen.

",.,hin", W()lfným

Ein Wandfeld mit eindrueksvollen Szenen aus alten Mythen und becühmten Stüeken groJ3er Schreiber reiht sich an das andere. Einige aus der Groppe driingen ihre Nase ganz nah an die Wand.Um es genau zusehen.Was ist das.genau zu sehen?

Meine schöne Freundin aus der Römerzeit hat mir derweil das töp fe rne ÖýHimpchen in das nÜt Wandbildem von Blumen,Bienen und Vögeln versehene Gastzimmer A 5 gestellt.eine elfenbeinertýe Schale,gefüllt mit köstlichen blaueu Feigen und zartgrunenW eintrauben steht an. meinem Lager.Das frischweiJ3e Tuch wird mich im ScWaf sanft un:ýhülleýý,eswar wunderschön,dieser Theaterabend mit Freunden......

Ich bin müde vom Zuhören,
Asils Stimrne verweist sanft aber bestimmt auf die besondere Bedeutung des Tabliniums -im Süden desPeristyls. "Liebe Gaste,das
Mosaikahn_lt einem doppelt gefloehtenen Haarzopf "
" Keltisehes Motiv?"murmeln O,und ieh. fragend.Die Wande sind unverputzt.Sie. waren wahrscheinlieh ýnit Stoff verkleidet.Ja,da sehe ich meine Schönemit ihrerFreundin bcim Stofflýandlerin der KuretenstraBe.Dasteht sie undUi13tSeidiges.Leinemes durch ihre Rinde gleiten,prüft,liJ3t Farben in ihr. Inneres ein."nein.danke.unser FuJ3boden ist schwarz-weiB.keine grellen Farbenbitte.aber bei den Motivenja.da
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-Ich blieke die Wand an.doeh.stiýnmtdie Wandesind nicht verputzt.es könnte sein.das mit den Stoffen.

ZimmerA7 undABLHin und her.Erdbeben.Im 4.Jahrhundert n.Chr.zugemauerLAbgesehlossen und wieder einbezogen.Schmuck der Zimmer mit geometrischen Mosaiken.umrahmt von kleinen Rosetten.Feine Arbeiten.

IIWO . sind die Werkstlitten,fragen Sie"mich?Sie möchtenaueh diese Arbeiten in Ihrem Wintergarten haben?"Das Kind,bis jetztin der Gruppe
,ganz sti11 .und verhalten}springt 4;tuf diekleinen und, gro13en .
-Zementfetzchen 'Zwischen den Mosaiksteinchen.Sie darfulcbt drauftreten,das hat sie schon begriffen.Selbst die OroBen bewegensich vorsichtig beim Gehen.nein,diesen römerzeitlichen.mühselig restaurierten Fu13boden wollen wir nicht zerstören,

lmZimmer -A8 empfangt uns ein fliegender.braunlich nackter Eros an der \Vand.Das Flügelchen nur ein Farbwisch.Meine Schöne steýýte eine weiBe alabasterne Bodenvase. gemllt mit weiJ3em Oleander vor diese Wand,glaubeich.lhr zuliebe werde ichmich bei meinem nachsten Besuch


Höre ich?

Unsere Blieke sollen sieh lösen.Oie Zeit ddingt.Pdiehtige Marmorplatten husehen vorbeÝ. Über uns liegt das Glasmosaik im Tablinium.Matte aus Marmor,rot und weiB_unter unseren FüBen.
Unser Bliek gleitet naeh oben.ln vielfarbiger Harmome Szenen aus dem Dionysoskult_Paradies,Pfauen mit Girlanden.Wir staunen über die gelungene Restaurierung.

Noeh sehneU ein Bliek in das Sehlafzimmer.leh habe mich. bereits an die dunklen Liehtverhaltnisse in den Rauýnen gewöhnt,M.bemangelt die lehmbraune Dunkelheit.
" Das L_ben;"flüstert meine Sehöne uns zu"fmdet hier in Ionien drauBen statt.Oespraehe mit Freunden auf der Agora_flanieren auf der, KuretenstraBe,langes Baden ip. den Thermen_gesellige Ausflüge_feierliehe Prozessionen und unterhaltsames Theater "Wir
nickenund suchen dureh das selýmale Oberlieht den grauen Himmel.

Einezweite Küehe.Zwei Herdfeuer,bauehige Amphoren,lelýmfarbene Tonselýüsseln.leh erinere mich. an den Duft des frisch zubereiteten
Fisches aus Haus A .

Wir durchstreifen nur noch das Triclinium von BlO.Meine Schöne waseht sich vor und nach dem Essen in einem der an der Seite des Eingangs angebrachten Bmnnen die Hande.
Damýn habe ieh meine Kinder auch immer gebeten.

Asil erkIart die teilweise gut erhaltenen Pflanzenmotive an den Wanden.Abschiedsblicke gleiten über die Balkenkonstmktion an der Decke.W.und C-M.sind eingefangen.

lch verabsehiede mich von meinen römerzeitlichen Gastgebem und von Asll,unserem' Jreundlichen und interessant erklarenden Führer.,

Hanghaus A und B in Ephesos.

Wir stehen nun auf einem etwa ein Meter breiten Gasschen vor' den Hanghausern, vor uns graben die in helle Regenjaeken gehüllten AreMologen die nachste Schicht aus.Wir gruBen.
Aut' der Haut die Kühle,im Olýr die Oerausche von Wind und Regen und im
Herzen das Zeitfenster. '
Von Leben und Vergehen.

 

 

 

 


 

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